Papst Franz – Die Luft ist raus


Wie wird Franziskus in die Geschichte eingehen? Nach jetzigem Stand wohl leider nicht als der „Reformpapst“, sondern als jener, dessen Pontifikat zu Beginn große Hoffnungen weckte – und am Ende enttäuschte, kommentiert Tobias Glenz.

Tobias Glenz | katholisch.de

Als er 2013 sein Amt antrat, galt er vielen als Hoffnungsträger: Mit seiner unkonventionellen Art avancierte Papst Franziskus schnell zum Liebling der Massen – nicht nur der katholischen. Ein Mann, der bei den Gläubigen große Erwartungen weckte, dass sich in der Kirche (endlich) etwas bewegen könnte. Und sieben Jahre später? Es scheint, als sei aus dem Pontifikat die sprichwörtliche „Luft“ raus.

Jüngstes Beispiel dafür ist die neue Enzyklika „Fratelli tutti“: Zweifellos behandelt der Papst darin wichtige Fragen der Menschheit, die sich angesichts der Corona-Pandemie teils noch einmal verschärft stellen. Doch seien es Armut und Migration, Umwelt und Klimawandel oder ein friedliches Zusammenleben der Völker und Religionen – zu all diesen Themen hat sich Franziskus bereits dutzende Male geäußert. Als Beleg dafür dürfen die überproportional häufigen Selbstzitationen in der neuen Enzyklika dienen.

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