Sind Planeten Geschwister ihrer Sterne?


Eine kosmische Wiege im Visier: Aufnahmen eines sehr jungen Sternsystems widersprechen dem Bild der Planeten als Kindern der Sterne. Sie bilden sich möglicherweise bereits, während das strahlende Zentrum selbst noch wächst. Dies geht aus den strukturellen Merkmalen der protostellaren Scheibe hervor, die den Babystern IRS 63 umgibt. Die Ergebnisse können zum Verständnis der Entstehung von Planetensystemen wie unserem eigenen beitragen, sagen die Astronomen.

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Sterne und Planeten wachsen gemeinsam, legen Materie-Strukturen um einen noch wachsenden Protostern nahe. (Bild: MPE/D. Segura-Cox)

Was passiert am Anfang? Diese Frage ist in vielen Bereichen der Wissenschaft besonders reizvoll – so auch in der Astronomie. Deshalb sind Einblicke in die Kinderstuben der Sterne und Planeten so besonders begehrt. Sie haben bereits verdeutlicht: Die Himmelskörper bilden sich aus einer Ansammlung von Gas und Staub, die schließlich die Form einer protostellaren Scheibe annimmt. Auch unsere Sonne und ihre Begleiter waren einst Klumpen, die in einem solchen Gebilde durch die Zusammenballung des Materials heranwuchsen. Bisher nahm man an, dass sich zuerst der Stern im Zentrum weitgehend ausgebildet hat, bevor die Entstehung der Planeten aus der protoplanetaren Scheibe einsetzt. Doch die aktuellen Beobachtungen stellen diese Abfolge nun infrage.

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