Eine kleine Maus mit viraler Fracht

Hautausschlag bei Röteln. Bild: CDC/PD

Röteln sind eine von Viren verursachte weltweit verbreitete Infektionskrankheit, die besonders bei schwangeren Frauen problematisch ist – da sie den Embryo schädigt oder sogar zu Totgeburten führt. Zum Schutz davor gibt es eine Impfung, die bei uns schon im Kindesalter im Rahmen einer Kombinationsimpfung gegeben wird. Doch in Afrika und Südostasien sind die Erkrankungsraten mit Röteln noch hoch, da die Impfrate hier weltweit am niedrigsten ist.

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Der Ursprung der Rötelnviren (Rubellaviren) war bisher unbekannt, denn einzig der Mensch galt bislang als natürlicher Wirt des Virus. Doch diese Annahme entkräfteten nun zwei voneinander unabhängige Studien, die dem Rubellavirus ähnliche Viren in Tieren nachweisen: Einerseits haben Forscher der University of Wisconsin-Madison das neue, sogenannte „Ruhugu-Virus“ bei Zyklopen-Rundblattfledermäusen (Hipposideros cyclops) in Uganda gefunden, als sie die Tiere auf Coronaviren untersuchten.

Unabhängig davon haben Wissenschaftler des Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bei der Untersuchung von drei verstorbenen Zootieren – einem Esel, einem Baumkänguru und einem Wasserschwein – das ebenfalls neue „Rustrela-Virus“ nachgewiesen. Dieses fanden die Forscher zudem in Gelbhalsmäusen – wie der auf unserer Aufnahme gezeigten – , die sowohl aus der unmittelbaren Nähe des Zoos als auch aus der Region stammten.

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