Faulhaber: Historiker sieht eine „doppelte Moral“ bei dem Kirchenmann


Der Münchner Kardinal Michael von Faulhaber rührte in der NS-Zeit für die meisten Juden keinen Finger. Dennoch stand er im Ruf, ihr Freund zu sein. Warum, darüber gibt ein Abend in der Katholischen Akademie Aufschluss.

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Die Katholische Akademie in Bayern hat ihren Veranstaltungsbetrieb wieder aufgenommen. Unter Corona-Auflagen verteilen sich rund 60 Zuhörer an diesem Donnerstagabend an Bistro-Tischen im Großen Saal, der sonst mehrere hundert Plätze bietet. Zur Auflockerung der Atmosphäre spendiert das Haus jedem Gast ein Getränk.

Die Pandemie nimmt auch Einfluss auf das Programm. Es fehlt der angekündigte Münsteraner Kirchenhistoriker Hubert Wolf. Seine Universität hat ihm diese Dienstreise untersagt, wie Akademiedirektor Achim Budde das Publikum wissen lässt. So fällt der Hauptvortrag dem Münchner Historiker Andreas Wirsching zu, der mit Wolf das Mammutprojekt der kritischen Online-Edition der Tagebücher des Münchner Kardinals Michael von Faulhaber (1869-1952) leitet. Vorgestellt wird an diesem Abend der Jahrgang 1938.

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