Intersexualität bei Maulwürfen auf der Spur


Sie besitzen Eierstöcke, aber auch Testosteron bildendes Hodengewebe: Was hinter dieser Vermännlichung bei den Maulwurfs-Weibchen steckt, haben Forscher nun aufgedeckt. Demnach sorgten in der Entwicklungsgeschichte dieser Tiere Umstrukturierungen im Erbgut für den Effekt der Intersexualität. Dies geht aus Untersuchungen des nun sequenzierten Genoms der kuriosen Säuger hervor. Vermutlich vermittelt der hohe Testosteronspiegel den Maulwurfs-Damen eine Art Dopingeffekt bei ihrer Schwerstarbeit unter Tage.

wissenschaft.de

Das Land, das Wasser und die Luft sind die typischen Lebensräume der meisten Tiere – doch einige haben sich auch das Erdreich erobert. Die prominentesten Vertreter der tierischen Bergleute sind dabei die Maulwürfe. Die verschiedenen Vertreter der Eurasischen Maulwürfe (Talpa) sind in faszinierender Weise an das Leben im Untergrund angepasst: Auf der Suche nach Insekten und Würmern buddeln sie sich mit ihren kräftigen Grabschaufeln durch das Erdreich. Beide Geschlechter besitzen dazu eine außergewöhnlich starke Muskulatur. Die Weibchen sind aber nicht nur ebenso kräftig wie die Männchen – sie besitzen auch weitere erstaunlich maskuline Merkmale.

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