Klimawandel: In Kalifornien brennt ein „Gigafeuer“


Schon seit Monaten lodern an der Westküste der USA Großbrände. Eines dieser Feuer hat mittlerweile eine Fläche von über einer Million Acre, das sind über 400.000 Hektar, versengt. Es gehört damit zu der bislang seltenen Kategorie der „Gigafeuer“.

Thomas Schuster | TELEPOLIS

Das Feuer, das von der kalifornischen Feuerwehr als „August Complex“ bezeichnet wird, brennt seit fast zwei Monaten, ist jedoch noch immer nicht unter Kontrolle. Die Waldbrände hatten sich Mitte August aufgrund einer Serie von Trockengewittern verschärft, die zu tausenden von Blitzeinschlägen führten (Es brennt).

Mit einem verbrannten Gebiet von über einer Million Acre, der im angelsächsischen Raum üblichen Maßeinheit für Flächen, hat das „August Complex“-Feuer nun eine Kategorie erreicht, für die, anscheinend in Australien, wo man einen Erfahrungsvorsprung in solchen Dingen hat, der Begriff „Gigafeuer“ geprägt wurde. Die australische Website „Wildfire Today“ nimmt für sich in Anspruch, den Begriff im Jahr 2018 in Umlauf gebracht zu haben, nachdem er von einem ihrer Leser erfunden worden war.

Feuer dieser Größenordnung kommen bislang weltweit sehr selten vor. In den USA habe es laut „Wildfire Today“ in den letzten Jahrzehnten nur ein „Gigafeuer“ in der Gegend des Yellowstone National Park im Jahr 1988 gegeben, als 640.000 Hektar brannten. Laut CNN habe es ein „Gigafeuer“ zuletzt im Jahr 2004 in Alaska gegeben.

Diese Statistik hat sich nun mit dem „August Complex“ geändert. Laut Cal Fire, der Feuerwehr der California Natural Resources Agency, handelt es sich um das größte Feuer, seit es in Kalifornien verlässliche Aufzeichnungen gibt.

Seit Monaten ist an der kalifornischen Feuerfront eine kleine Armee von über 15.000 Feuerwehrleuten im Einsatz. Dazu gehören neben der Nationalgarde auch Hunderte von aktiven Truppen des Militärs, unter anderem der U.S. Marines des Camp Pendleton 7th Engineer Support Battalion.

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