Physiker schreiben Quanteninformation in Nano-Halbleiter ein


Forscher aus Linz und Großbritannien konnten zwei kontrollierbare Quantenbits in Galliumarsenid-Gitter herstellen

DERSTANDARD

Damit Quantencomputer oder -internet funktionieren können, muss die flüchtige Quanteninformation in kontrollierbare Systeme eingeschrieben werden. Das sind zum Beispiel Ionen oder Photonen. In Kooperation mit Kollegen aus Großbritannien haben nun Linzer Physiker zwei Quanteninformationseinheiten (Qubits) in einer einzelnen Halbleiter-Nanostruktur realisiert, wie sie im Fachblatt „Nature Nanotechnology“ berichten. Aus technischer Sicht könnte sich das als nützlich erweisen.

Das Team um Armando Rastelli vom Institut für Halbleiter- und Festkörperphysik der Universität Linz beschäftigt sich mit der Herstellung von Halbleiter-Nanostrukturen und im speziellen mit sogenannten Quantenpunkten. Dabei handelt es sich um Objekte bestehend aus einigen Tausend Atomen, die sich gemeinschaftlich wie ein künstliches „Makroatom“ verhalten, so Rastelli. Im vergangenen Jahr hat der Forscher mit Kollegen bereits gezeigt, dass sich damit unter bestimmten Bedingungen sehr effizient quantenphysikalisch verschränkte Lichtteilchen (Photonen) erzeugen lassen, die über beliebig große Distanzen hinweg in Wechselbeziehung zueinander stehen. Eine Eigenschaft, die für technische Anwendungen der Quantenmechanik zentral ist.

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