Splatter-Kult: Jugendlicher „Cyber-Apostel“ wird heute in Assisi seliggesprochen


Der an Krebs gestorbene italienische Teenager Carlo Acutis wird heute zur Ehre der Altäre erhoben. Die religiöse Begeisterung, die sich um den Jungen entwickelt hat, gewinnt derweil immer mehr an Intensität.

Alexander Pitz | katholisch.de

Der Anblick des Jungen wirkt verstörend: Ist er wirklich tot, schläft er vielleicht nur? Mit Jeans, Nike-Sneakern und Sweatshirt bekleidet liegt Carlo Acutis inmitten von Assisis Kirche Santa Maria Maggiore in einem Hochsarg. Vor der gläsernen Front drängen sich Gläubige mit Schutzmasken. Viele zücken ihr Handy, um Fotos zu machen. Einige sprechen andächtig ein kurzes Gebet.

Trotz steigender Corona-Infektionszahlen vergeht in Italien derzeit kein Tag ohne Schlagzeilen über den „Cyber-Apostel der Eucharistie“. Seit Papst Franziskus im Februar ein durch ihn bewirktes Wunder anerkannte, verstärkt sich der religiöse Kult zusehends, nimmt bisweilen skurrile Züge an. Aber wer ist der Teenager überhaupt, der am Samstag in dem umbrischen Wallfahrtsort seliggesprochen wird?

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