Alle Jahre wieder: Vatikan verstärkt Finanzkontrolle – Neue Regeln gegen Geldwäsche


Der Vatikan gibt sich neue Regeln für eine effizientere Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Mit einem am Samstag veröffentlichten Dekret sollen die bisher geltenden Vorgaben von 2013 auf den neuesten Stand gebracht werden.

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Unterzeichnet wurden die Änderungen von Kardinal Giuseppe Bertello in seiner Funktion als Präsident der Verwaltung des Vatikanstaates. Sie beziehen sich unter anderem auf die Erhebung, Verarbeitung und Weitergabe von Daten sowie interne Zuständigkeiten.

Nach Angaben des Chefs der Vatikan-Finanzaufsicht AIF, Carmelo Barbagallo, werden mithilfe des Dekrets aktuelle EU-Richtlinien in vatikanisches Recht umgesetzt. Man orientiere sich so an den „besten internationalen Standards“. Ziel sei es, die Finanzverwaltung durch eine „intensive und koordinierte Kontrolle“ noch transparenter zu gestalten. Dieser Prozess unterliege einer „ständigen und fortschreitenden Entwicklung“.

„Teil einer Gesamtstrategie“

Der Experte wies darauf hin, dass die überarbeiteten Vorgaben „Teil einer Gesamtstrategie“ des Vatikan seien, die seit Jahren verfolgt werde. Ein bedeutender Ausdruck dieser Transparenz-Bemühungen sei etwa das vom Papst im Juni auf den Weg gebrachte Regelwerk für die Vergabe öffentlicher Aufträge.

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