Wie J.K. Rowling polarisiert


Ist J.K. Rowling transfeindlich? Darüber wird in Großbritannien gestritten. Längst aber geht es nicht mehr nur um die „Harry Potter“-Autorin. Es ist eine Debatte über die Grenzen der Meinungsfreiheit.

Imke Köhler | tagesschau.de

J.K. Rowling polarisiert in einer Art und Weise, dass in Großbritannien schon von einem Kulturkampf gesprochen wird. Der Erfolgsautorin wird nachgesagt, transfeindlich zu sein und sich abfällig über Transgender zu äußern. Ein Vorwurf, dem der Trans-Aktivist Rose of Dawn widerspricht:

„Ich habe von ihr keine Verunglimpfungen gehört. Ich habe von ihr nichts gehört, was so problematisch wäre, dass man sie vom öffentlichen Leben ausschließen müsste. Sie sieht die Dinge so, wie sie wahrscheinlich eine große Mehrheit der britischen Bevölkerung sieht, zum Beispiel, dass es nur zwei biologische Geschlechter gibt.“

Mehr als 1500 Autoren, Agenten, Journalisten und Verlagsmitarbeiter aus dem Vereinigten Königreich und Irland bewerten Rowlings Äußerungen aber anders. Sie haben vor Kurzem einen offenen Brief unterschrieben, in dem sie ihre Wertschätzung für Transgender und ihre Solidarität mit der Trans-Gemeinde zum Ausdruck bringen. Die Kultur, so heißt es in dem Brief „sollte immer an der Spitze des gesellschaftlichen Wandels stehen“. 

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