Der Papst sollte mehr für Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche tun


Der Papst hat dazu aufgerufen, dafür zu beten, dass Frauen größeren Anteil an kirchlicher Verantwortung bekommen. Für Ricarda Menne klingt das mit Blick auf Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche nach Vertröstung.

Ricarda Menne | katholisch.de

Als ich vor einigen Tagen die Gebetsmeinung des Papstes für den Monat Oktober las, wusste ich nicht, was ich davon halten soll: „Wir beten dafür, dass die Laien – insbesondere Frauen – aufgrund ihrer Taufgnade größeren Anteil an kirchlicher Verantwortung bekommen.“ Mein erster Impuls, gedanklich an den Papst und den Vatikan gerichtet: „Ruft nicht nur zum Gebet auf, sondern tut selber was! Ändert Euer Denken! Oder tretet vielleicht einfach mal zur Seite und lasst Raum und Zeit …“

Auf einer Homepage stieß ich dann auf den Gedanken, dass Reformen in der Kirche kein Update seien, sondern gewissermaßen im Gebet mit Gott besprochen werden müssten und dass der Papst offensichtlich hoffe, über den unspektakulären Weg des Gebets einem Bewusstseinswandel in der Kirche die Tür zu öffnen. Ich finde diesen Blickwinkel bedenkenswert – aber der Beigeschmack von Vertröstung will nicht so ganz verschwinden.

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