Die NRW-Polizei geht in die Luft: Mit Drohnen auf Verbrecherjagd


Täter verfolgen, Vermisste finden, Unfallstellen fotografieren: Die NRW-Polizei bekommt dafür bald neue Mittel an die Hand: mehr als 100 Drohnen.

Jonas-Erik Schmidt | heise online

Bislang waren Blaulicht und Martinshorn untrügliche Zeichen, dass die Polizei anrückt. Nun kommt in Nordrhein-Westfalen ein weiteres Geräusch hinzu: ein lautes Surren. Das kann auch NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) feststellen, als er am Montag in Neuss die neue technische Errungenschaft seiner Polizei vorstellt. Sie klingt wie ein aufgebrachter Bienenschwarm – und soll bald vielerorts ausschwärmen, um Verbrecher zu jagen, Vermisste zu finden oder Tatorte zu fotografieren.

NRW stattet seine Polizei mit insgesamt 106 Drohnen mit eingebauten Kameras aus, die sich vom Boden aus fernsteuern lassen. Seit Monaten wurde ihr Einsatz getestet, nun soll es von 2021 an im größeren Maßstab weitergehen. Das Land lässt sich die Ausstattung nach eigenen Angaben knapp eine Million Euro kosten. Um die Geräte bedienen zu können, werden zudem rund 270 Polizisten zu sogenannten Fernpiloten ausgebildet.

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