Österreich stockt Zahlungen an katholische Kirche auf: Wiedergutmachungsleistungen steigen


Österreich hat die jährlichen Wiedergutmachungsleistungen an die katholische Kirche inflationsbedingt erhöht. Die im Vermögensvertrag zwischen Österreich und dem Heiligen Stuhl vereinbarten Zahlungen steigen um 3,5 Millionen auf 20,7 Millionen Euro.

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©Julia Steinbrecht(KNA)

Österreich stockt die Wiedergutmachungszahlungen an die katholische Kirche auf

Dazu unterzeichneten Kultusministerin Susanne Raab und der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Pedro Lopez Quintana, am Montag in Wien den mit dem Heiligen Stuhl verhandelten 7. Zusatzvertrag zum bestehenden Vermögensvertrag, wie das Bundeskanzleramt mitteilte. Es handelt sich um Entschädigungszahlungen für Güter, die vom NS-Regime nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich 1938 beschlagnahmt wurden und von der Republik Österreich nicht mehr an die Kirchen und Religionsgemeinschaften restituiert wurden.

Vermögensvertrag zwischen Österreich und dem Heiligen Stuhl

Grundlage für die Zahlungen an die katholische Kirche ist der 1960 zwischen Österreich und dem Heiligen Stuhl geschlossene Vermögensvertrag. Er sieht vor, dass die Vertragssumme erhöht werden muss, wenn eine dauerhafte Wertminderung von mehr als 20 Prozent eingetreten ist. Dieser Wert wurde bereits 2018 erreicht, weshalb in der Folge Verhandlungen zwischen Österreich und dem Vatikan aufgenommen wurden.

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