Theologe stellt Wunder-Nachweis bei Heiligsprechungen in Frage


Für eine Selig- und eine Heiligsprechung muss in der Regel ein Wunder nachgewiesen werden. Der Frankfurter Theologe Wolfgang Beck stellt diese Vorgabe in Frage und verweist auf den neuen Seligen Carlo Acutis.

katholisch.de

Der Frankfurter Pastoraltheologe Wolfgang Beck stellt den Wunder-Nachweis bei kirchlichen Heiligsprechungsprozessen in Frage. Auch wenn Lebenswege wie der des am Wochenende seliggesprochenen, als „Cyber-Apostel“ verehrten Carlo Acutis eine Vorbildfunktion für Jugendliche hätten, so seien einige „Facetten in solchen Prozessen“ eher fragwürdig, sagte Beck dem Kölner Portal domradio.de am Montagabend. „Das gilt auch für die Annahme, es brauche unbedingt ein Wunder, sei es noch so seltsam, um die ‚Heiligmäßigkeit‘ eines Heiliggesprochenen oder Seliggesprochenen nachzuweisen.“ Dies sei mittlerweile sehr umstritten. Becks Meinung nach scheint das nicht zwingend nötig und auch nicht unbedingt hilfreich für die Heiligenverehrung zu sein.

Der italienische Junge Carlo Acutis war am Samstag in Assisi seliggesprochen worden. Acutis wird von Anhängern in aller Welt als frommes Computergenie verehrt. Er zeigte eine frühe Begabung für Informatik und erstellte als Autodidakt mehrere Internetseiten zu religiösen Themen.

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