Zypern kündigt nach massiver Kritik Ende der Vergabe „goldener Pässe“ an


Das EU-Mitglied Zypern hat nach massiver Kritik das Ende der Vergabe von Staatsbürgerschaften im Austausch gegen Investitionen angekündigt.

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Zypern schafft goldene Pässe ab

Das EU-Mitglied Zypern hat nach massiver Kritik das Ende der Vergabe von Staatsbürgerschaften im Austausch gegen Investitionen angekündigt. Die Regierung in Nikosia habe sich in einer Dringlichkeitssitzung entschieden, die umstrittenen Programme zu den sogenannten goldenen Pässen einzustellen, sagte ein Regierungssprecher am Dienstag. Zuvor hatte sich auch die EU-Kommission höchst besorgt über einen Bericht mit neuen Enthüllungen des Fernsehsenders Al Jazeera gezeigt.

Der Sender mit Sitz in Katar hatte am Montag berichtet, hochrangige zyprische Beamte und Politiker würden Kriminelle aktiv bei der Bewerbung um die „goldenen Pässe“ unterstützen. Reporter des Senders hatten sich als Menschen mit einschlägigem Strafregister ausgegeben und von zyprischen Anwälten und Immobilienmaklern durch das Bewerbungsverfahren helfen lassen. Veröffentlichte Videoaufnahmen zeigen auch eine Beteiligung des zyprischen Parlamentspräsidenten und eines Abgeordneten.

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