Hohe Infektionszahlen bei Ultraorthodoxen in Israel: An Feiertagen angesteckt


Mehr als die Hälfte der Coronavirus-Patienten über 65 Jahren in Israel stammen aus dem strengreligiös-jüdischen Milieu. Ein Großteil von ihnen soll sich während Gottesdiensten zu den hohen jüdischen Feiertagen angesteckt haben.

DOMRADIO.DE

Das berichtet die Tageszeitung „Jerusalem Post“ am Dienstag unter Berufung auf Zahlen des israelischen Gesundheitsministeriums. Der Anteil ultraorthodoxer Juden an der Gesamtbevölkerung beträgt rund zwölf Prozent. In der mehrheitlich ultraorthodox bewohnten Stadt Bnei Brak starben demnach in den vergangenen sechs Tagen mindestens 18 Personen an Covid-19. Die Positivrate der Stadt liegt bei 25 Prozent der durchgeführten Tests, landesweit liegt sie im Vergleich dazu bei 7,7 Prozent.

Das Gesundheitsministerium hat eine neue Informationskampagne gestartet, in der die strengreligiöse Öffentlichkeit zur Einhaltung der Covid-19-Schutzmaßnahmen aufgerufen wird. Insgesamt ist in Israel die Zahl der täglichen Neuinfektionen in den vergangenen Tagen erneut gesunken. Am Montag wurden laut Medienberichten rund 3.100 neue Fälle bestätigt. Die Gesamtzahl der aktiven Fälle liegt bei rund 51.500. 2.034 Menschen starben seit Beginn der Pandemie.