Religiöse Verbundenheit dank körpereigener Opioide


Bei religiösen Ritualen empfinden Menschen oft eine starke Zusammengehörigkeit. Forscher haben nun experimentell untersucht, welche Botenstoffe im Gehirn dieses Gefühl vermitteln. In zwei unterschiedlichen kulturellen Kontexten – einer Yoga-Klasse in England und einem Umbanda-Ritual in Brasilien – blockierten sie die Opioid-Rezeptoren einiger Teilnehmer. Diese fühlten sich daraufhin deutlich weniger mit anderen verbunden als die Vergleichsgruppe.

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(Bild: skynesher/ iStock)

Ob Yoga oder Umbanda: Endorphine verbinden.

Religiöse Rituale kommen in vielen verschiedenen menschlichen Kulturkreisen vor und spielen oft eine wichtige Rolle für den Zusammenhalt einer Gesellschaft. Meist enthalten die Rituale zahlreiche Komponenten, die dazu geeignet sind, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken, darunter Musik und synchrone Bewegungen. Studien deuten darauf hin, dass dabei im Gehirn Opioide ausgeschüttet werden, beispielsweise Endorphine. Diese Botenstoffe lindern Schmerzen und erzeugen Euphorie. Auch für soziale Bindungen könnten sie eine Rolle spielen.

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