Dodo Schavan kritisiert Passivität der katholischen Kirche


Die ehemalige Bundesministerin und Vatikanbotschafterin Annette Schavan bemängelt eine Passivität der katholischen Kirche angesichts weitreichender Krisen. Schockiert blickt Schavan auch auf die jüngsten Vatikanskandale.

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„Am meisten ärgere ich mich über verpasste Chancen in der Weltkirche und auch vor Ort“, sagte die Politikerin der „Zeit“ (Donnerstag). „Wenn die Pandemie nicht zum Aufbruch führt, gibt es gar keinen Aufbruch. Wir erleben jetzt, wie Sicherheiten sich verflüchtigen.“ Hinzu komme, dass zwar alle Menschen zugleich von der Pandemie betroffen seien, aber höchst ungleich. Schavan forderte: „Jetzt müssen die Kirchen sich endlich um die Suchenden kümmern.“

Fehler und Skandale

Die Kirche mache den klassischen Fehler von Institutionen, „in der Krise nicht sich selber infrage zu stellen, sondern immer nur den anderen als Problem zu sehen“. Das seien hier die Gläubigen und die Ausgetretenen. Die Kirche solle aufhören zu jammern.

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