EKD-Kulturbeauftragter: Debatte um schwarze Krippenfigur „überdreht“


Der Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Johann Hinrich Claussen, hat in der Debatte um die schwarze Krippenfigur in Ulm zur Sachlichkeit aufgerufen. Die mediale Erregung darüber sei „abseitig und völlig überdreht“, sagte der Hamburger Theologe dem Evangelischen Pressedienst (epd).

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Dagegen sei die Entscheidung der Kirchengemeinde des Ulmer Münsters, nun in Ruhe über den Umgang mit der Figur des Königs Melchior nachdenken zu wollen, klug und vernünftig. Claussen warnte im Umgang mit heute anstößigem historischen Erbe generell vor Überreaktionen.

Im Ulmer Münster werden die „Heiligen Drei Könige“ dieses Jahr nicht wie üblich vor Weihnachten in der Krippe aufgestellt. Die darin enthaltene Melchior-Figur sei mit ihren wulstigen Lippen, ihrer Körperfülle und ihrem Goldreifen an den nackten Fußknöcheln so geschaffen, dass sie rassistisch geprägte Stereotype anspreche, so der Ulmer evangelische Dekan Ernst-Wilhelm Gohl.

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