Riskantes Rendezvous mit „Bennu“

This "super-resolution” view of asteroid Bennu was created using eight images obtained by NASA’s OSIRIS-REx spacecraft on Oct. 29, 2018, from a distance of about 205 miles (330 km). Credit: NASA/Goddard/University of Arizona

In ein paar Tagen wird die Sonde „Osiris-Rex“ Proben von dem Asteroiden nehmen. Und zur Erde bringen. Wenn alles klappt.

Ralf Nestler | DER TAGESSPIEGEL

Foto: NASA/Goddard/University of Arizona

Aus dem Vollen. Die Sonde soll sich Bennu nähern und an einem drei Meter langen Arm einen Becher zur Oberfläche führen. Mindestens

Ein Gedankenspiel: In einer Geröllwüste befindet sich ein Krater, gut 15 Meter im Durchmesser, drum herum hausgroße Felsbrocken. Hier soll eine Drohne vom Format eines VW Bus niedergehen, versehen mit einem Ausleger, um eine Bodenprobe aufzuklauben, und dann wieder aufsteigen und die Probe abliefern.

Nun befindet sich die Wüste aber nicht auf der Erde, sondern mehr als 300 Millionen Kilometer von hier entfernt, auf dem Asteroiden „Bennu“. Die Drohne ist eine Raumsonde, die ohne eine dämpfende Atmosphäre allein mit präziser Steuerung den Krater anfliegen, Dreck einsammeln und Sekunden später wieder abdüsen soll.

Die „ambitionierteste Mission seit Apollo“

Für die Nasa, um große Worte nie verlegen, ist es die „ambitionierteste Mission, Proben zur Erde zu holen, seit ,Apollo‘“. Lässt man das Pathos beiseite, bleibt es dennoch eine gewagte Aktion, die für den 20. Oktober geplant ist.

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