Passhandel nicht nur in Zypern


Eine Villa am Meer – und dazu einen Pass für einen EU-Staat: Dieses Geschäftsmodell ist auf Zypern lange gängig gewesen. Nun soll das Programm eingestellt werden, doch in anderen Staaten geht der Passhandel weiter.

Johannes Edelhoff | tagesschau.de

Die Sonne versinkt langsam im Meer, der Pool glitzert und der Immobilienmakler Floros Flourentzou von der Giovani Group preist die Vorzüge der 3,8 Millionen Euro teuren Villa im Neubauprojekt „Sun City“ auf Zypern an: „Es ist ein unverbauter Blick aufs Meer, direkter Zugang.“ Die Villa habe ein reicher Käufer aus den Vereinigten Arabischen Emiraten gekauft. Das Besondere: Zur Villa hat er einen zyprischen Pass bekommen. Und damit einen direkten Zugang nicht nur zum Mittelmeer, sondern auch zur Staatsbürgerschaft in einem EU-Staat.

Der Pass zur Immobilie

Der Immobilien-Deal mit Bonus-Pass ist Teil eines zyprischen Programms für Investitionen durch Ausländer. Wer mehr als zwei Millionen Euro in Immobilien investiert, bekommt einen zyprischen Pass dazu. Damit wird ein Käufer Europäer, kann sich überall in der Europäischen Union niederlassen und dort Geschäfte machen. Mehr als acht Milliarden Euro Investitionen wurden so allein in Zypern eingenommen.

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