Vatikan: Die Spionin des Kardinals soll ausgeliefert werden


Die sardische Managerin Cecilia Moragna soll durch Vermittlung von Kardinal Giovanni Becciu aus dem vatikanischen Staatssekretariat eventuell noch mehr Geld erhalten haben, als bisher bekannt ist, berichteten italienische Medien.

religion.ORF.at

(Foto: privat, Imago)

In Italien ist die sardische Managerin Cecilia Marogna auch als „la dama del cardinale“ bekannt. In welchem Verhältnis stand sie zu Kardinal Giovanni Angelo Becciu?

Es ist das erste Mal, dass der Vatikan-Staat einen Auslieferungsantrag an Italien stellt. Die Staatsanwaltschaft des Kirchenstaates wirft Moragna Veruntreuung von Geldern vor. Moragna wie auch der in Medien angegriffene Becciu weisen die gegen sie erhobenen Vorwürfe zurück.

Demnach könnten insgesamt weitere 500.000 Euro auf ein britisches und eventuell ein deutsches Konto geflossen sein. Diese seien jeweils mit ihrem Namen verknüpft, schreiben die Zeitungen „Corriere della Sera“ und „Il Messaggero“.

Verfahren könnte länger dauern

Das Auslieferungsverfahren gegen Moragna, die am Dienstagabend in Mailand mit einem internationalen Haftbefehl des Vatikans festgenommen wurde, kann sich Medienberichten zufolge über Wochen hinziehen. Bis zum Wochenende muss nach einer Anhörung Moragnas und ihrer Anwälte zunächst die Staatsanwaltschaft Mailand entscheiden. Weitere Einsprüche und Widersprüche sind möglich.

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