Islamic Relief Deutschland unter Druck


Das muslimische Hilfswerk Islamic Relief Deutschland steht in der Kritik. Die Vorwürfe: Nähe zur Muslimbruderschaft, Unterstützung der Hamas. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Stefan Thomae fordert eine Überwachung durch die Nachrichtendienste. Islamic Relief zeigt sich selbstkritisch und verspricht Reformen.

Hüseyin Topel | Deutschlandfunk

(Picture Alliance / dpa / Oliver Berg)

Die Hilfsorganisation Islamic Relief Deutschland steht unter Druck.

Ein Werbeclip des Islamic Relief Deutschland e.V. mit Sitz in Köln. Laut Selbstverständnis handelt es sich bei dem im Jahre 1996 gegründeten Verein um eine muslimische Wohltätigkeitsorganisation. Sie ist Teil des übergeordneten Netzwerkes Islamic Relief Worldwide mit Sitz im Vereinigten Königreich.

Doch aktuell steht Islamic Relief Deutschland unter Druck. Das muslimische Hilfswerk wird verdächtigt, personell sowie strukturell mit der Muslimbruderschaft verbunden zu sein. Sie gilt als Urheber des modernen politischen Islam und wird in Deutschland durch den Verfassungsschutz beobachtet. Auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion im April 2019 ließ das Bundesinnenministerium wissen, dass „sowohl ‚Islamic Relief Worldwide‘ als auch ‚Islamic Relief Deutschland e.V.‘ über signifikante personelle Verbindungen zur ‚Muslimbruderschaft‘ oder ihr nahestehenden Organisationen.“ verfügen.

Unterstützt die Hilfsorganisation die Hamas?

Eine Hiobsbotschaft für Islamic Relief Deutschland mit weitreichenden Konsequenzen. Das Bündnis „Aktion Deutschland hilft“, ein Zusammenschluss von deutschen Organisationen für Katastrophenhilfe, unterbrach die Kooperation mit dem islamischen Hilfswerk. Stephan Thomae von der FDP ist einer der Verfasser der kleinen Anfrage.

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