Missbrauch: Staatsanwaltschaft Aachen greift Beschluss zu Pfarrer an


Dem Priester des Bistums Aachen wird vorgeworfen, sich 2003 an einem Schutzbefohlenen vergangen zu haben. Während es am Mittwoch so aussah, als würde der Fall eingestellt, kommt jetzt die Wende.

katholisch.de

Das juristische Verfahren um einen des Missbrauchs angeklagten Priester aus dem Bistum Aachen ist noch nicht zu Ende. Die Staatsanwaltschaft Aachen legte beim dortigen Landgericht Beschwerde gegen den Beschluss des Amtsgerichtes Jülich ein, kein Verfahren gegen den Geistlichen zu eröffnen. Die Würdigung der Beweise sei ureigenste Aufgabe von Gericht und Staatsanwaltschaft im Rahmen der Hauptverhandlung, sagte Oberstaatsanwältin Katja Schlenkermann-Pitts am Donnerstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) zur Begründung.

Dem Pfarrer wird vorgeworfen, 2003 in Inden einen Messdiener unsittlich berührt und sich damit zugleich an einem Schutzbefohlenen vergangen zu haben. Das Amtsgericht hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass es „eine überwiegende Wahrscheinlichkeit“ für einen Freispruch sehe.

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