Dänemark tötet Millionen Nerze


Nerze gelten als Quelle mutierter Coronaviren, gegen die Impfstoffe nicht wirken werden. Nun geht die dänische Regierung dagegen vor.

Reinhard Wolff | taz

Foto: AP

Zwei Nerze schauen aus ihren Käfigen auf einer Pelzfarm nordöstlich von Minsk

In Dänemarks Nerzfarmen ist in der vergangenen Woche eine Massentötungsaktion angelaufen. Der Grund: Viele Nerze haben sich mit Covid-19 infiziert und Menschen angesteckt. Die Regierung ordnete daraufhin eine Tötung aller Tiere in einem Umkreis von 7,8 Kilometer der befallen Bestände. Sie hofft so eine weitere Ausbreitung des Virus verhindern zu können. Veterinäre rechnen damit, dass bis zu 4 Mil­lio­nen Tiere getötet werden müssen.

Erste Corona-Infektionen bei Zuchtnerzen waren schon Mitte Juni in Nordjütland festgestellt worden. Offenbar sind Nerze besonders empfänglich für das Virus, das sich in den Käfigbatterien auch schnell ausbreitet. Über 150 Angestellte von Zuchtbetrieben wurden angesteckt und eine Nerzversion des Virus wurde auch in einem Altenpflegeheim entdeckt, in dem mehrere BewohnerInnen starben.

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