Explosion des Energieverbrauchs seit 1950


Symptom des Anthropozän: Die Menschheit hat in den letzten 70 Jahren mehr Energie verbraucht als in den 11.700 Jahren davor, wie Forscher ermittelt haben. Demnach summiert sich der Energieumsatz seit 1950 auf 22 Zettajoule – das entspricht 60 Prozent der gesamten im Verlauf der Menschheitsgeschichte genutzten Energie. Kombiniert mit dem Wachstum von Weltbevölkerung und Produktivität hat dies nahezu alle planetaren Sphären verändert. Dies belege den Übergang zum Anthropozän, so die Wissenschaftler

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©NASA/ iStock

Nicht nur der Energiebrauch ist seit 1950 explodiert, auch in nahezu allen anderen planetaren Bereichen ist der Einfluss des Menschen seither sprunghaft angestiegen

Wir Menschen haben im Laufe unserer Entwicklung die Umwelt immer stärker verändert und geprägt – die Spanne reicht von ersten Waldrodungen über Landwirtschaft, Siedlungen und Rohstoffabbau bis zur erdumspannenden „Technosphäre„. Auch an globalen Stoffkreisläufen, der Atmosphäre, den Ozeanen und dem Klima ist unser Einfluss inzwischen deutlich ablesbar.

Schon länger wird deshalb vorgeschlagen, ein neues geologisches „Zeitalter des Menschen“ – das Anthropozän – auszurufen. Strittig war jedoch bislang, wann das Anthropozän begonnen hat: Mit der Entwicklung der Landwirtschaft? Der industriellen Revolution? Oder doch erst im 20. Jahrhundert?

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