Mikroplastik aus der Babyflasche


Viele Säuglinge bekommen zusätzlich oder anstelle der Mutterbrust das Fläschchen. Doch jetzt enthüllt ein Experiment, dass bei der empfohlenen Zubereitung der Flaschenmilch erhebliche Mengen an Mikroplastik aus dem Kunststoff des Fläschchens freiwerden. Pro Liter kann das Polypropylen einer Babyflasche bis zu 16 Millionen Mikroplastikpartikel und Milliarden von Nanopartikeln an die Flüssigkeit abgeben. Je heißer das eingefüllte Wasser dabei ist, desto höher ist die Abgabe dieser Kunststoffpartikel, wie die Forscher berichten. Sie schätzen, dass ein Säugling in Europa und Nordamerika dadurch im Schnitt mehr als zwei Millionen Mikroplastikteilchen pro Tag aufnimmt.

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(Bild: AMBER, Trinity College Dublin)

Babyfläschchen geben Mikroplastik ab

Kunststoffe sind in unserem Alltag längst allgegenwärtig, denn sie sind vielseitig einsetzbar und günstig. Doch die Folgen sind Unmengen an Plastikmüll und Mikroplastik, die in die Umwelt gelangen und Ozeane, Gewässer, Böden und sogar die Luft verschmutzen. Studien belegen zudem, dass sich die zwischen wenigen Mikrometer und fünf Millimeter kleinen Kunststoffpartikel auch schon in unserer Nahrung und in Getränken finden. Schätzungen zufolge nimmt jeder Mensch im Schnitt rund 100.000 solcher Partikel pro Jahr auf – über Trinkwasser, die Atemluft, aber auch den Verzehr von Fisch, Meeresfrüchten oder Honig. Auch im menschlichen Stuhl haben Forscher schon Mikroplastik nachgewiesen. Den größten Anteil an den Partikeln im Kot hatte der stark verbreitete Kunststoff Polypropylen. Bisher jedoch fehlt eine umfassende Übersicht, wie und woher der Mensch überall Mikroplastik aufnimmt.

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