Wehrbeauftragte Högl befürwortet bewaffnete Drohnen


Seit Jahren wird über die Bewaffnung von Drohnen gestritten. Nachdem die SPD Entgegenkommen signalisiert hat, könnte es bald eine Entscheidung geben – auch weil die Sozialdemokraten das Thema aus dem Wahlkampf heraushalten wollen.

Kai Küstner | tagesschau.de

Afghanistan, Karfreitag 2010: Im gefährlichen Kundus gerät eine deutsche Patrouille in einen Hinterhalt der Taliban. Was folgt, ist das schwerste Gefecht seit Bestehen der Bundeswehr. Die hinter Lehmmauern anliegender Gehöfte verschanzten Extremisten feuern unaufhörlich auf die Deutschen. Insgesamt kommen an diesem Tag drei Soldaten ums Leben, acht werden verletzt. Hinterher gibt es nicht wenige in der Bundeswehr, die sagen: Hätten die Deutschen über eine bewaffnete Drohne verfügt, wäre das so nicht passiert. Es hätten sich vermutlich Soldatenleben retten lassen.

Wehrbeauftragte Högl hofft auf sicherere Einsätze

Die Wehrbeauftragte Eva Högl ist zwar noch keine fünf Monate im Amt, hat sich aber im Grunde vom ersten Tag an mit der hochumstrittenen Frage befassen müssen, ob Deutschland eine bewaffnete Drohne braucht. Nun sagt sie dem ARD-Hauptstadtstudio: „Ich bin nach intensiver Beratung, Information und Diskussion zu dem Ergebnis gekommen, dass die Einsätze sicherer werden für die Soldaten, weil die Drohnen flexiblere Möglichkeiten bieten, auf Bedrohungen zu antworten.“

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