Theologe Suess: Papst wird von Traditionalisten „in die Ecke gedrängt“


Es habe eine große Offenheit für echte Reformen gegeben, doch am Ende hätten sich „Traditionalisten“ durchgesetzt, bilanziert Theologe Paulo Suess die Amazonas-Synode. Sie hätten den Papst „in die Ecke gedrängt“ und ihm sogar Häresien vorgeworfen.

katholisch.de

Ein Jahr nach der Amazonas-Synode im Vatikan haben mehrere deutschsprachige Teilnehmer Bilanz gezogen. Kritisch äußerte sich der Befreiungstheologe Paulo Suess. In den Debatten bei der Synode habe es eine große Offenheit für echte Reformen gegeben, doch am Ende hätten sich „Traditionalisten“ durchgesetzt, die möglichst wenig Veränderung wollten. Sie hätten den Papst „in die Ecke gedrängt“ und ihm sogar Spaltungsabsichten und Häresien, also Irrlehren, vorgeworfen. Infolgedessen habe sich Franziskus im Schlussdokument zur Synode „doch sehr zurückgehalten“. Dabei wäre aus seiner Sicht eine starke indigene Ortskirche eine „Bereicherung für die ganze Weltkirche und keinesfalls eine Bedrohung, wie es manche befürchten“. Suess nahm am Dienstagabend an einer Videokonferenz der Hilfswerke Misereor und Adveniat teil.

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