Nach der Moschee-Razzia in Berlin: Türkei beklagt deutschen „Hass“


Die Führung in Ankara prangert einen Berliner Fall als Angriff auf den Islam an – und fordert von den Behörden eine Entschuldigung.

Susanne Güsten | DER TAGESSPIEGEL

Foto: Christoph Soeder.dpa

Polizisten stehen am Eingang einer Moschee in Berlin-Kreuzberg.

Als Islam-feindlich und rassistisch geißelt die türkische Regierung eine Razzia der Berliner Polizei in einer Moschee der deutschen Hauptstadt. Die „hässliche Aktion“ habe die Heiligkeit des Gotteshauses und zudem das Prinzip der Religionsfreiheit im deutschen Grundgesetz verletzt, schrieb Ibrahim Kalin, der Sprecher von Präsident Recep Tayyip Erdogan, am Freitag auf Twitter.

Der türkische Vizepräsident Fuat Oktay verlangte eine Entschuldigung der Berliner Staatsanwaltschaft und der Polizei bei der muslimischen Gemeinde. Der Präsident des türkischen Religionsamtes, Ali Erbas, warf den deutschen Behörden eine „hasserfüllte Haltung“ gegenüber Muslimen vor.

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