Russische Diplomaten besuchten wohl mutmaßlichen Tiergarten-Mörder


Einem Medienbericht zufolge waren zwei Vertreter der russischen Botschaft im Juni bei Wadim Krasikow im Gefängnis. Die Erklärung dafür wirft Fragen auf.

DER TAGESSPIEGEL

Der russische Hauptverdächtige im Tiergartenmord-Prozess soll im Gefängnis Besuch von Vertretern der russischen Botschaft erhalten haben. Die beiden Männer, die einem „Spiegel“-Bericht zufolge mit Diplomatenpässen ausgestattet worden waren, unterhielten sich demnach im Juni rund 70 Minuten lang mit Wadim Krasikow.

Das Gespräch sei nicht überwacht gewesen. Die Botschaft habe den Besuch bei einem „Wadim Sokolow“ auf Anfrage des „Spiegel“ bestätigt. Sokolow – so lässt sich der wegen des Tiergartenmordes Angeklagte vor Gericht nennen.

„Ich heiße Wadim Andrejewitsch Sokolow. Ich heiße nicht Wadim Nikolajewitsch Krasikow“, ließ er beim Prozess durch seinen Verteidiger erklären. Nichts davon stimmt nach Auffassung der Bundesanwaltschaft. Sie geht davon aus, dass er Wadim Krasikow heißt und dass dieser sich von russischen Behörden einen Pass auf den Namen Sokolow ausstellen ließ

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