Kirchenrechtler: Erzapostel Meisner hätte 2010 anders handeln müssen


In der Debatte um Vertuschungsvorwürfe in einem möglichen Missbrauchsfall im Erzbistum Köln sieht der Kirchenrechtler Thomas Schüller auch Versäumnisse bei Kardinal Joachim Meisner. Dieser hätte 2010 anders handeln müssen, so Schüller.

katholisch.de

In der aktuellen Debatte um Vertuschungsvorwürfe in einem möglichen Missbrauchsfall im Erzbistum Köln sieht der Münsteraner Kirchenrechtler Thomas Schüller Versäumnisse bei mehreren hochrangigen Kirchenmännern. Der Kölner Erzbischof, Kardinal Joachim Meisner, hätte 2010 ebenso anders handeln müssen wie sein damaliger Personalchef, der heutige Hamburger Erzbischof Stefan Heße, sagte Schüller der „Kölnischen/Bonner Rundschau“ (Samstag).

Grundsätzlich trage ein Bischof die Verantwortung, so Schüller. Und zu den Amtspflichten jedes Diözesanbischofs gehöre eine Anzeige solcher Fälle bei der Glaubenskongregation in Rom. Diese Anzeige sei jedoch „pflichtwidrig ausgeblieben“, wie das Erzbistum Köln selbst mitgeteilt hatte. Ein Bischof müsse bei solchen Angelegenheiten aber auch in jedem Schritt des Verfahrens durch den Personalchef, also damals Heße, sowie den mit der Untersuchung beauftragten Kirchenrechtler unterrichtet werden, betonte Schüller.

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