Kann das Coronavirus Parkinson auslösen?


Virale Spätfolge: Zu den neurologischen Folgen der Coronavirus-Infektion könnte auch Parkinson gehören. Erste Hinweise darauf geben drei Covid-19-Patienten im mittleren Alter, die einige Wochen nach ihrer Infektion typische Parkinsonsymptome und Hirnveränderungen entwickelten – obwohl sie weder erblich vorbelastet noch vorerkrankt waren. Mediziner schließen nicht aus, dass das Virus der Auslöser oder zumindest ein Beschleuniger war.

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©Janulla, Koto_Feja/ iStock

SARS-CoV-2 könnte bei manchen Menschen die dopaminerzeugenden Zellen im Mittelhirn schädigen – und so Parkinson auslösen.

Bei Parkinson kommt es zu einem fortschreitenden Absterben der Dopamin produzierenden Zellen im Mittelhirn. Der dadurch verursachte Dopaminmangel löst die typischen Bewegungsstörungen aus, aber auch Magen-Darm-Beschwerden, Stimmungsveränderungen und geistigen Abbau. Doch was diese neurodegenerative Erkrankung auslöst, ist bislang unklar. So könnten neben einer genetischen Veranlagung auch Umweltfaktoren, eine fehlgeleitete Reaktion des Immunsystems und auch chronische Entzündungen oder durchlebte Infektionen eine Rolle spielen.

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