CDU-Politiker sieht Naivität im Umgang mit politischem Islam


Wer steht für welche Werte und vertritt welche Ideologie? Bei ihrer Zusammenarbeit mit islamischen Verbänden und Vereinen sollten Ministerien und auch die Kirchen genauer hinschauen, rät der Berichterstatter der Unionsfraktion für Religionsgemeinschaften.

Frankfurter Rundschau

«Brauchen dringend einen Neustart im Umgang mit den Vertretern des politischen Islam und des legalistischen Islamismus»: Christoph de Vries (CDU). Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/©Britta Pedersen

Deutsche Institutionen sind nach Einschätzung des CDU-Innenpolitikers Christoph de Vries vielfach zu sorglos im Umgang mit Vertretern des politischen Islam.

«Der gesellschaftliche Frieden und Zusammenhalt in Deutschland steht auf dem Spiel, wenn Vertreter des politischen Islam ihre demokratiefeindliche, extremistische und antisemitische Ideologie mit der Scharia als Richtschnur ungehindert verbreiten können und jede Kritik daran als Islamfeindlichkeit diffamiert wird», sagte der Bundestagsabgeordnete aus Hamburg der Deutschen Presse-Agentur. Das freundliche Gesicht mancher Funktionäre nach außen ändere nichts an den «totalitären Tendenzen innerhalb der Organisationen», fügte er hinzu.

Als Beispiele nannte er die ursprünglich vorgesehene Beschäftigung der stellvertretenden Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), Nurhan Soykan, als Beraterin im Auswärtigen Amt sowie die Beteiligung von Islamic Relief Deutschland an einem mit Geldern aus dem Entwicklungsministerium von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) geförderten Projekt.

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