Maya waren Pioniere der Wasserfilterung


Verblüffend modern: Schon vor mehr als 2.000 Jahren reinigten die Maya ihr Trinkwasser mit Filtern aus Quarzsand und Zeolithkörnchen, wie Funde in der Mayastadt Tikal belegen. Diese Filteranlage ist damit eine der ältesten weltweit. Analysen zufolge entfernte sie effektiv giftige Algen und Bakterien aus dem größten Wasserreservoir Tikals. Das poröse Mineral für ihre Filter beschafften sich die Maya aus einer 30 Kilometer entfernten Gesteinsformation.

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In der Mayastadt Tikal gab es schon ein verblüffend modernes Wasserfiltersystem – zumindest an einem der Reservoire. ©Kimon Berlin/ /CC-by-sa 2.0

Die Maya erschufen in Mittelamerika nicht nur eindrucksvolle Tempelbauten und Städte, sie waren ach frühe Meister der Wasserbaukunst – davon zeugen komplexe Kanalsysteme, Wasserreservoire, Springbrunnen und gewaltige Dämme mit Schleusen. Nötig war all dies, weil der Karstuntergrund alles Wasser schnell versickern ließ und es nur saisonale Regenfälle gab.

Das Problem jedoch: Das Wasser in den Reservoiren war oft mit Quecksilber und anderen Schwermetallen kontaminiert. Giftige Blaualgenblüten und Bakterien machten das Trinkwasser zudem gerade im Sommer oft ungenießbar.

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