Mehr Solidarität mit Frankreich: Macron nimmt den Kampf mit den geistigen Brandstiftern auf


Deutschland debattiert, ob Kritik an Islam-Auslegungen rassistisch ist. Frankreich verteidigt derzeit die Freiheit westlicher Gesellschaften.

Andrea Nüsse | DER TAGESSPIEGEL

Der Imam der Moschee in Drancy nimmt an einer Versammlung von Imamen zum Gedenken an den französischen Lehrer Samuel Paty teil….Foto: Anne-Christine Poujoulat/AFP/dpa

Es sind frustrierende Déjà-vu-Erlebnisse. Gerade hatte der SPD-Politiker Kevin Kühnert wieder einmal die Debatte angestoßen, ob die politische Linke in Deutschland im Umgang mit problematischen Islam-Auslegungen vor lauter Identitätspolitik und Anti-Rassismus-Anliegen ein Auge zu viel zudrückt. Eine Debatte, die eigentlich schon wieder versandet ist.

Da stehen französische Produkte schon wieder im Visier von Boykottaufrufen aus Staaten mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung – wegen der klaren Ansagen von Präsident Emmanuel Macron zum Thema Freiheit und Islam; Pakistan beruft den französischen Botschafter ein, Türkeis Präsident beleidigt Macron.

Das erinnert an die weltweiten Spannungen 2005/2006 nach der Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen in der dänischen Tageszeitung „Jyllands Posten“. Frustriert muss man feststellen, dass sich in der arabisch-islamischen Welt offensichtlich in den vergangenen 15 Jahren wenig getan hat, wenn Teile der Bevölkerung damit immer noch zu mobilisieren sind.

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