Rechtsesoterische Szene begeistert von Dodo Müller


Man habe den Kardinal als Gewährsmann für die eigenen Vorstellungen gefeiert: Müllers Unterschrift unter Viganos Corona-Aufruf sei in der „rechtsesoterischen Szene begeistert aufgenommen“ worden, sagt Weltanschauungs-Experte Matthias Pöhlmann.

katholisch.de

Traditionalistische katholische und evangelikale Milieus sind nach Meinung des Weltanschauungs-Experten Matthias Pöhlmann offen für Verschwörungserklärungen zur Corona-Krise. Dies sei etwa mit dem Schwarz-Weiß-Denken, der Einschätzung einer bösen Welt zu erklären, sagte der Beauftragte für Sekten- und Weltanschauungsfragen in der bayerischen evangelischen Landeskirche am Montag bei einer Online-Veranstaltung der Stadtakademie Nürnberg. Dies erreiche mittlerweile auch einzelne Pfarrer der Landeskirche, die Corona als große Inszenierung betrachteten. „Und dann wird es halt schwierig.“

Als weiteren Beleg nannte Pöhlmann den Brief von Erzbischof Carlo Maria Vigano, den auch Kardinal Gerhard Ludwig Müller unterzeichnet hatte. Darin wurde unter anderem davor gewarnt, die Corona-Pandemie solle genutzt werden, um eine Weltregierung zu schaffen, „die sich jeder Kontrolle entzieht“. Sie werde als Vorwand genutzt, um „Grundfreiheiten unverhältnismäßig und ungerechtfertigt“ einzuschränken. So ernst der Kampf gegen Covid-19 sein möge, dürfe er nicht „als Vorwand zur Unterstützung unklarer Absichten supranationaler Einheiten dienen, die sehr starke politische und wirtschaftliche Interessen verfolgen“.

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