Das steckt tatsächlich hinter Erdogans Nazi-Vergleichen


Der türkische Präsident attackiert Europa und Deutschland so scharf wie selten zuvor. Was Erdogan damit bezweckt und welche Folgen das hat.

Susanne Güsten, Frank Jansen, Christian Böhme | DER TAGESSPIEGEL

Eigentlich werden Demonstrationen in der Türkei wegen der Corona-Epidemie derzeit nicht genehmigt. Doch wenn es um Kundgebungen im Sinne der Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan geht, ist das etwas anderes: In Istanbul und anderen Städten versammelten sich jetzt Gruppen syrischer Flüchtlinge, um gegen Frankreich zu protestieren.

Kurz zuvor hatte Erdogan dem Westen und insbesondere der Regierung in Paris einen „Großangriff“ auf den Islam vorgeworfen, seine Nazi-Vorwürfe gegen die Europäer aufgewärmt und zum Boykott französischer Waren aufgerufen. Erdogans antiwestliche Kampagne soll von der schlechten Wirtschaftslage in der Türkei ablenken und angebliche Feinde im Ausland für die Probleme des Landes verantwortlich machen.

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