Wollte dieser dänische Rechtsextremist in Neukölln den Koran verbrennen?


Die rechtsextreme Dänen-Partei „Stram Kurs“ hat eine Anti-Islam-Aktion in Neukölln angekündigt. Ihr Chef wurde an der Einreise gehindert. Und seine Anhänger?

Julius Geiler | DER TAGESSPIEGEL

Der Vorsitzende der dänischen Partei „Stram Kurs“, Rasmus Paludan.Foto: Facebook / facebook.com/rasmuspaludan

Die rechtsextreme, islamophobe dänische Partei „Stram Kurs“ hat für diesen Mittwoch über Facebook eine Demonstration im Bereich der muslimisch geprägten Sonnenallee in Neukölln angekündigt.

In dem in dänischer Sprache verfassten Aufruf wird der Parteivorsitzende Rasmus Paludan zitiert: „Wir glauben, dass das deutsche Volk wissen sollte, was der Islam ist! Das zeigen wir ihnen am Mittwoch. Dann werden wir alle sehen, ob es wirklich die Religion des Friedens ist! Wir bringen den Koran mit!“

Dazu ist in dem Post das Foto eines brennenden Fahrzeugs zu sehen. Der Vorsitzende der nationalistischen Partei hatte im April 2019 bei einer islamophoben Demonstration im Kopenhagener Stadtteil Nørrebro einen Koran verbrannt. Daraufhin war es zu tagelangen Ausschreitungen von mehrheitlich muslimischen Einwohnern des Bezirks der dänischen Hauptstadt gekommen.

Parteichef Rasmus Paludan selbst hat es nicht nach Berlin geschafft – möglicherweise aber seine Anhänger. Der Däne habe am Dienstag versucht über den Flughafen Tegel nach Deutschland einzureisen, sagte ein Sprecher der Innenverwaltung dem Tagesspiegel.

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