Große Fische bilden Kohlenstofflager


Stirbt ein Fisch im Ozean, sinkt der in ihm enthaltene Kohlenstoff mit dem Kadaver auf den Meeresgrund, statt als Kohlendioxid in die Atmosphäre zu entweichen. Wird der Fisch dagegen gefangen, gelangt das Treibhausgas in die Atmosphäre. In diesem Zusammenhang hat die Auswertung von Fischereidaten seit 1950 nun gezeigt: Der industrielle Fischfang ist für deutlich höhere CO2-Emissionen verantwortlich als bislang vermutet. Neben dem Treibstoff für die Schiffe liegt das daran, dass die Entnahme großer Fische die natürliche Kohlenstoffspeicherung der Ozeane verringert – und das, obwohl viele der besonders betroffenen Gebiete nicht einmal wirtschaftlich profitabel sind.

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Große Fische haben offenbar eine besondere Bedeutung im marinen Stoffkreislauf. (Bild: Enric Sala)

Die Ozeane fungieren als riesiger Speicher für Kohlendioxid (CO2). Einen Anteil daran haben auch die Fische, insbesondere große Exemplare wie Thunfische, Makrelen, Haie und Schwertfische. Ihre Kadaver sinken nach ihrem Tod besonders schnell auf den Meeresgrund, sodass der in den Tieren enthaltene Kohlenstoff nicht im Rahmen der Verwesung in die Atmosphäre gelangt. Die industrielle Fischerei holt allerdings jedes Jahr große Mengen dieser Fische aus dem Wasser. An Land werden die Tiere verarbeitet und konsumiert. Der in ihren Körpern gespeicherte Kohlenstoff gelangt so durch direkte Emissionen, Exkremente und Atmung der Konsumenten in die Atmosphäre.

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