Regierungsbericht beklagt weitere Einschränkung der Religionsfreiheit


Zum zweiten Mal hat die Bundesregierung einen Bericht zur weltweiten Lage der Religionsfreiheit vorgelegt. Ergebnis: Der Trend zur Einschränkung dieses Rechts geht weiter. Zudem wird befürchtet, dass die Corona-Pandemie für Repressionen genutzt wird.

evangelisch.de

In ihrem zweiten Bericht zur weltweiten Lage der Religionsfreiheit stellt die Bundesregierung erneut eine Verschlechterung des Rechts auf Glaubensfreiheit fest. In den vergangenen Jahren lasse sich weltweit ein Trend zu vermehrten Einschränkungen erkennen, heißt es in dem am Mittwoch vom Kabinett gebilligten Bericht. Am stärksten betroffen seien Christen als Anhänger der zahlenmäßig größten Religionsgemeinschaft. Der mehr als 200-seitige Bericht nennt exemplarisch Länder und Themenfelder, bei denen Repressionen gegen Gläubige ins Gewicht fallen. Er betrachtet die Jahre 2018 und 2019, blickt aber auch pessimistisch voraus. Auch die Corona-Pandemie werde für diskriminierende Einschränkungen genutzt, heißt es darin.

Während der erste Bericht 2016 unter alleiniger Federführung des Auswärtigen Amts entstanden war, ist der aktuelle Bericht eine Kooperation des Außenamts mit dem Entwicklungsministerium, wo der in dieser Legislatur erstmals berufene Beauftragte für weltweite Religionsfreiheit seinen Sitz hat. Amtsinhaber Markus Grübel (CDU) sagte, Religionsfreiheit werde zunehmend eingeschränkt oder infrage gestellt.

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