Zusätzliche Klimaerwärmung durch Eisschmelze

Bild von Jean Luc Krogmann auf Pixabay

Der menschengemachte Klimawandel gefährdet die Eismassen in den Polar- und Bergregionen der Erde. Wenn sie schmelzen, sorgt dies für eine zusätzliche Erderwärmung. Die Mechanismen sind bereits lange bekannt. Unklar war aber bislang, wie groß der Effekt der verschiedenen Eisschilde ist und welche Rolle Rückkopplungsmechanismen spielen. Das haben Forscher nun anhand eines vereinfachten Erdsystemmodells quantifiziert. Demnach führt die Eisschmelze langfristig zu einer zusätzlichen Klimaerwärmung um etwa 0,43°C. Obwohl sich die Effekte über Jahrhunderte oder Jahrtausende hinziehen, stellen wir die Weichen dafür innerhalb weniger Jahrzehnte.

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Eisberge vor Grönland (Bild: Imagebear/ iStock)

Die großen Eisflächen an den Polen und in Bergregionen reflektieren einen Teil des Sonnenlichts zurück in den Weltraum und reduzieren so die Erwärmung der Erde. Seit Ende der 1970er Jahre ist aber beispielsweise die Eisfläche, die im Sommer den Arktischen Ozean bedeckt, pro Dekade um zehn Prozent kleiner geworden. Setzt sich dieser Trend fort, könnte das Sommereis in der Arktis je nach Szenario schon zwischen 2030 und 2050 vollständig verschwunden sein. Ähnlich schlecht steht es um Teile der Eisflächen in der Antarktis, in Grönland und in Berggletscherregionen.

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