Diese Spinnen können hören


Wurfnetzspinnen interpretieren tiefe Frequenzen als Laute von Beutetieren, hohe Töne als Signale von Fressfeinden.

Thomas Kramar | Die Presse

Deinopis spinosa, adult female from Collier-Seminole State Park, Florida, USA. CBG Photography Group, Centre for Biodiversity Genomics. CC BY-SA 3.0

Wenn man sich kurz einmal nicht vor Viren, sondern vor Tieren gruseln will, drängt sich die in Florida heimische Spinne Deinopis spinosa auf, auf Deutsch Wurfnetzspinne genannt, weil sie ein Netz über ihre Beute wirft.

Auf Englisch heißt sie „ogre-faced spider“, abgeleitet vom Oger, das ist ein gewalttätiges, menschenähnliches, aber sehr haariges Märchenwesen, mit dem man am besten fertig wird, indem man es blendet. Gern wird es mit Glupschaugen dargestellt.

Solche hat auch die Wurfnetzspinne, und zwar wirklich riesige, groß wie Sixties-Sonnenbrillen. Entsprechend gut sieht sie in der Nacht, zum Leidwesen ihrer Beutetiere.

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