Rechtsesoterische Anastasia-Bewegung: Steuergeld für rechte Siedlung


Im brandenburgischen Grabow etabliert sich die Anastasia-Bewegung. Gelder dafür kamen von der Europäischen Union und dem Land Brandenburg.

Andreas Speit | taz

Grabow: Eine brandenburgische Siedlung im Landkreis Ostprignitz-Ruppin Foto: Jürgen Ritter/imago

Lange Haare, langer Bart, rustikales weißes Hemd mit aufgerollten Ärmeln, schwarze Arbeitshose. In Grabow pflegt Markus Krause das Image eines Machers, der anpackt, nicht bloß redet. Kurzzeitig war der Landvermesser Ortsvorsteher im 300-Seelen-Dorf in der brandenburgischen Ostprignitz. Langfristig widmet er sich einem anderen Projekt: Gemeinsam mit seiner Ehefrau Iris baut er das Siedlungsprojekt „Goldenes Grabow“ auf, das dem rechts-esoterischen Anastasia-Milieu zugehörig ist.

Dafür bekommt Krause Gelder aus öffentlicher Hand: An der Scheune des „Goldenen Grabows“ am Wiesenweg verweist ein Schild darauf, dass der „Um- und Ausbau einer Scheune zum Lagergebäude für Maschinen, Geräte, Werkzeuge und Gemüse sowie teilweise Ausbau zum Pferdestall“ durch eine Ko-Finanzierung des Europäische Landwirtschaftsfond und des Landes Brandenburg erfolgen.

Seit 2012 sind Anastasia-Bewegte um Markus und Iris Krause in der Gemeinde Heiligengrabe aktiv. Inzwischen gehören ihnen zahlreiche Immobilien und Pachtland, wie Grabower*innen berichten. Durch den sogenannten „Landfreikauf“ ist eine Ansiedlung mit mehreren Familienland- und Probelandsitzen entstanden.

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