Das Mini-Gehirn wird durchleuchtet


Mit einer neuen Methode zur Untersuchung gezüchteter Mini-Gehirne kann noch besser zu Krankheiten geforscht werden.

Astrid Viciano | Süddeutsche Zeitung

Mittlerweile entwickelt sich sogar Netzhaut (braun) auf den Mini-Gehirnen. (Foto: Madeline A. Lancaster/nature/picture alliance / dpa)

Glibberig sind die Klumpen, grau und kaum größer als ein Hundefloh. Erst unter dem Mikroskop entblößen die unscheinbaren Gebilde ihre erstaunliche Struktur: Zehn bis 20 Millionen menschliche Nervenzellen sind dort zu sehen, mal mehr dem Vorderhirn ähnlich, mal mehr dem Mittelhirn, mal dem Hirnstamm.

„Wir züchten inzwischen viele verschiedene Hirnbereiche im Labor heran“, sagt Jürgen Knoblich, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Molekulare Biotechnologie der Akademie der Wissenschaften in Wien. Er will mit Hilfe der Mini-Organe herausfinden, wie sich das menschliche Gehirn im Mutterleib entwickelt oder warum Erkrankungen wie zum Beispiel Demenz oder Parkinson entstehen.

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