Debatte über Islamismus: „Sie versuchen, Anschläge zu missbrauchen“


Wie soll Deutschland auf die islamistischen Attentate in Frankreich reagieren? Die AfD sah im Bundestag dazu Gesprächsbedarf. Ihre Beiträge stießen bei den anderen Fraktionen geschlossen auf Ablehnung.

Barbara Kostolnik | tagesschau.de

Was für Lehren kann Deutschland aus den Attentaten in Frankreich ziehen? Für die AfD, die das Thema auf die Tagesordnung des Bundestags gebracht hat, soll man sich Frankreichs Präsidenten zum Vorbild nehmen: Der nämlich, sagte AfD-Mann Gottfried Curio, handele jetzt, wenn auch zu spät: „Macron will jetzt Tausende Soldaten vor Kirchen und Schulen aufmarschieren lassen. Lassen wir es nicht soweit kommen.“

Kein Wort der Solidarität, des Beileids für die Angehörigen. Das übernahmen die Abgeordneten der anderen Parteien. Die in dem Gesprächsbedarf der AfD zum Thema islamistische Attentate nur eines sahen: schamlose Instrumentalisierung. Alexander Throm von der CDU fasste es so zusammen: „Herr Curio, Sie versuchen, die Anschläge zu missbrauchen. Das ist verwerflich und wird der Sache in keinster Weise gerecht.“

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