Korrespondenz zwischen Großmufti und Papst Pius XII. gefunden: „Freundschaftliche Bindungen“


Der frühere Großmufti von Jerusalem, Mohammed Amin Al-Husseini, hat seinerzeit bei Papst Pius XII. um Hilfe im Kampf gegen die Gründung des Staates Israels nachgesucht. 

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Der Grossmufti von Palästina vom Führer empfangen. Der Führer empfing in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop den Grossmufti von Palästina, Sayid Amin al Husseini, zu einer herzlichen und für die Zukunft der arabischen Länder bedeutungsvollen Unterredung. 9.12.41 Presse Hoffmann Bundesarchiv, Bild 146-1987-004-09A / Heinrich Hoffmann / CC-BY-SA 3.0

Das geht laut Bericht der Tageszeitung „Haaretz“ aus einem Brief Husseinis an den Heiligen Stuhl vom 23. Juli 1947 hervor, der kürzlich in den vatikanischen Archiven gefunden wurde.

Husseini (1895-1974) schreibt darin laut Bericht mit Blick auf die sich abzeichnende Gründung Israels, dass er „die freundschaftlichen Bindungen“ zwischen dem Heiligen Stuhl und der arabischen und islamischen Welt stärken wolle. Es müsse darum gehen, „gemeinsam die Gefahren der so schwerwiegenden Zerstörungsprinzipien zu vermeiden, die alle Religionen, alle Überzeugungen und alle Moral bedrohen“.

Mufti potentieller Verbündeter des Heiligen Stuhls

Übermittelt wurde der Brief laut Zeitung durch den als enger Vertrauter Husseinis und scharfer Kritiker des Zionismus bekannten Erzbischof George Hakim, den späteren griechisch-katholisch melkitischen Patriarchen Maximos V. Hakim habe dem Papst gegenüber die Position vertreten, dass der Mufti ein potenzieller Verbündeter des Heiligen Stuhls im Nahen Osten sein könnte.

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