Dänemark: Das große Schlachten auf den Nerzfarmen


Auf Dänemarks Nerzfarmen greift das Coronavirus um sich – rund 160 Höfe sind bislang betroffen. Die Behörden reagieren mit massenhaften Notschlachtungen, denn eine Mutation des Erregers soll verhindert werden.

Christian Stichler | tagesschau.de

Bild: tagesschau.de

Nerzzüchter Bjarne Pedersen aus der Nähe von Hjørring im Norden Dänemarks ist verzweifelt. „Als Selbstständiger bist Du gewohnt, dass Du Dir selbst hilfst. Aber jetzt kann ich nichts mehr machen.“ In wenigen Tagen wird Karsten Aagaard mit seinen Leuten bei Pedersen anrücken. Dann werden auch auf seinem Hof 10.000 Nerze aus den Käfigen geholt, in kleine Transportwagen gesteckt, mit Kohlenmonoxid getötet und danach samt Fell verbrannt.

Karsten Aagaard arbeitet für das regionale Veterinäramt. Er organisiert die Notschlachtungen. Mit seinen Leuten ist er derzeit im Dauereinsatz. Mehr als eine Million Nerze müssen vernichtet werden. Für den Hof von Bjarne Pedersen wird er gut einen Tag brauchen.

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