US-Religionssoziologe warnt vor nationalistischen Tendenzen bei evangelikalen Christen


Noch vor fünf Jahren sei Nationalismus nur als etwas Säkulares betrachtet worden und nicht mit Religion in Verbindung gebracht worden, so Religionssoziologe Philip Gorski. Das habe sich in den USA jetzt zunehmend geändert. Eine Analyse.

evangelisch.de

Der Religionssoziologe Philip Gorski hat vor zunehmend nationalistischen Tendenzen bei den Evangelikalen in den USA gewarnt. Der Weiße Christliche Nationalismus muss absolut ernst genommen werden“, sagte Gorski, der an der Yale Universität (New Haven) Soziologie lehrt, im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Noch vor fünf Jahren sei Nationalismus nur als etwas Säkulares betrachtet worden und nicht mit Religion in Verbindung gebracht worden.

Dieses Phänomen werde nun genau von Politik und Gesellschaft beobachtet, sagte Gorski, dessen Buch „Am Scheideweg. Amerikas Christen vor und nach Trump“ im Herder-Verlag in Freiburg erschienen ist. Manche konservativen Christen fühlten sich zu autoritären Politikern hingezogen, weil sie ihren Lebensstil und ihre religiösen Freiheitsrechte bedroht sähen: „In Trumps Amerika hat der Evangelikalismus zu einer Art Autoritarismus geführt.“

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