Die Angst vor dem No-Deal


Die Uhr tickt, doch ein Durchbruch liegt in weiter Ferne: Die Verhandlungen über ein Handelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien stocken. Ob es zu einer Lösung kommt, hängt unter anderem vom Fischfang ab.

Ralph Sina | tagesschau.de

David McAllister macht Druck. Er ist Chef der Brexit-Koordinierungsgruppe im Europäischen Parlament – und ohne die Zustimmung des Parlaments wird es keinen Handelsvertrag der EU mit dem Vereinigten Königreich geben. Immer wieder betonte McAllister, der zugleich Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im EU-Parlament ist, in den vergangenen Wochen: Für das Parlament stehe fest, „dass bis zum 31. Oktober ein Rechtstext fertig unterschriftsreif vorliegen muss“.

Doch nun ist schon November – und dieser unterschriftsreife Rechtstext ist noch immer nicht in Sicht, obwohl sich EU-Chefunterhändler Michel Barnier und sein britischer Kollege David Frost in der vergangenen Woche in London hinter verschlossenen Türen pausenlos um Fortschritte bemühten. Barnier dämpfte anschließend die Aussicht auf einen schnellen Abschluss zwischen der EU und Großbritannien über die zukünftigen Beziehungen: „Wir arbeiten hart an einer Einigung. Es bleibt noch viel zu tun“, twitterte er am Freitag. Die Gespräche mit dem britischen Unterhändler David Frost würden nun in Brüssel weitergehen.

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